Fantasiestücke in Callot's Manier

Blätter aus dem Tagebuch
eines reisenden Enthusiasten

Vierter Band


Schuber mit 3 CD und 48seitigem Beiheft zum Preis von € 26,25

Die Abenteuer der Silvesternacht
CD 1 Vorwort 1:09
Die Geliebte 11:54
Die Gesellschaft im Keller 12:13
Erscheinungen 9:35
Die Geschichte vom verlorenen Spiegelbilde
  -  Erasmus Spikher in Italien 24:23
  -  Erasmus Spikher zu Hause 17:44
Postskriptum des reisenden Enthusiasten 1:00 77:57
Kreisleriana
CD 2 Kreisleriana 4:14
Brief des Barons Wallborn an den Kapellmeister Kreisler 11:22
Brief des Kapellmeisters Kreisler an den Baron Wallborn 9:26
Kreislers musikalisch-poetischer Klub 11:49
Nachricht von einem gebildeten jungen Mann 24:56 61:27
CD 3 Der Musikfeind 24:01
Über einen Ausspruch Sacchinis und über den sogenannten Effekt in der Musik 22:13
Johannes Kreislers Lehrbrief 19:36 65:51

Die »Fantasiestücke in Callots Manier« sind der literarische Ertrag Hoffmanns »Lehr- und Marterjahre« in Bamberg (September 1808 bis April 1813), sowie der Zeit, die er als »wandernder Musikdirektor« in Dresden und Leipzig zubrachte (April 1813 bis September 1814) und der ersten Monate seines dritten Berliner Aufenthaltes. Es handelt sich um eine Sammlung von zwanzig unterschiedlichen Stücken: musik­theoretische Aufsätze, Abhandlungen mit autobiographischem Bezug sowie Märchenhaftes und fantastische Erzählungen.

Die Schöpfung der »Fantasiestücke in Callots Manier« gehen zurück auf einen Vertrag, den E. T. A. Hoffmann mit dem Bamberger Buchhändler, Leihbibliothekar und Weinhändler Kunz eingegangen war. Dieser Vertrag wurde auf Drängen Hoffmanns aufgesetzt, der für seinen Fortzug ein Zugeld brauchte; den Fortzug hatte er seiner Leidenschaft für die 16jährige Julie Marc zu verdanken. Er hatte deren Bräutigam bei einer auswärtigen Festivität aufs gröbste beleidigt und der Bamberger Patrizierfamilie höchsten Tort angetan. Er trat ein Amt als Konzertmeister bei der Seconda'schen Truppe an, deren Wirken durch die Kreigswirren schwer beeinträchtigt wurde. So lebte er denn kümmerlich, mal in Leipzig, mal in Dresden, bis er nach seiner Kündigung der Stelle nach Berlin zog. Er bemühte sich darum, wieder in den Staatsdienst zu kommen.
Im Druck erschienen die vier Bändchen der Buch-Erstausgabe unter dem Titel »Fantasiestücke in Callots Manier. Blätter aus dem Tagebuche eines reisenden Enthusiasten« wie folgt: Band 1 und 2 Ostern 1814, Band 3 Ende des Jahres 1814 und Band 4 Ostern 1815.
Durch die im Jahre 1814 erschienenen ersten beiden Bände »in Callots Manier« war er zum vielbeachteten Schriftsteller sowie in den Berliner literarischen Kreisen »merkwürdig« bekannt geworden war, übernahm, angeregt durch die Bekanntschaft mit Adelbert von Chamisso, aus dessen Märchenerzahlung »Peter Schlemihls wundersame Geschichte« (1814) das Motiv vom verlorenen Schatten und schrieb als Pendant dazu seine »Geschichte vom verlornen Spiegelbilde«, entstandenen Rahmenerzählung »Die Abenteuer der Silvesternacht«, die er als Eröffnungsbeitrag (VIII. Stück) für den vierten Band bestimmte. Die »Fantasiestücke« sind das einzige Werk des Dichters, das zu seinen Lebzeiten in einer »Zweiten, durchgesehenen Auflage in zwei Teilen« (Bamberg 1819) erschien. Fest steht, dass der Autor das Manuskript für die zweite Auflage, die als authentische Ausgabe letzter Hand gilt, sorgfältig durchgesehen und zahlreiche Textänderungen vorgenommen hat. Darüber hinaus wurden die Beiträge der vier Bände nun auf zwei stärkere Bände umverteilt, wobei das in den Aufsatz »Kreislers musikalisch-poetischer Klub« eingeschobene Fragment »Prinzessin Blandina« (Erster Aufzug) als »unangemessen« ausgeschieden wurde. Hoffmann hat verschiedentlich Partien ausgelassen und Kürzungen vorgenommen, so beim »Magnetiseur« und bei den »Abenteuern der Silvesternacht«. Auch stilistisch wurde die neue Ausgabe einer gründlichen Durchsicht unterzogen; der Autor hat umständliche Satzperioden vereinfacht, Fremdwörter verdeutscht sowie Rhythmus und Sprachmelodie verbessert.

Die »Fantasiestücke in Callots Manier« machten Hoffmanns Namen beim Lesepublikum sowie auch in literarischen Kreisen schnell bekannt, so dass man »den Verfasser ... zu großen Tees« einlud, »als sei er eine merkwürdige Person« (Hoffmann an Hippel, 12. März 1815). Trotz dieses Erfolges beklagte sich der geschäftstüchtige Verleger Kunz in Bamberg bei Hoffmann: »Ja! Sie sind wirklich ein teurer Freund, denn Sie kommen mir teuer zu stehen« - »und nun folgte«, wie der Dichter im Brief an Friedrich Speyer vom 1. Mai 1820 Kunz’ Verhalten persiflierte, »eine Apothekerrechnung des ungeheuern Schadens, den ihm der Verlag meiner ,Fantasiestücke’ verursacht - dann aber... die Aufforderung, ihm ferner Werke im Verlag zu geben«
»Er war«, schrieb Willibald Alexis in seinem Beitrag zu Hitzigs Biographie »Aus Hoffmanns Leben und Nachlaß« (»Zur Beurteilung Hoffmanns als Dichter«, 1823), »zuerst als Enthusiast aufgetreten, und seine ,Fantasiestücke’ erregten einen weit lauteren Beifall als seine spätem, in sich vollendeten Erzählungen.« Entscheidende Beiträge für die wachsende Beliebtheit der Stücke »in Callots Manier« leisteten vor allem die fast durchweg wohl­wollenden bzw. reichlich Lob spendenden zeitgenössischen Rezen­sionen renommierter Jahrbücher und Literaturzeitungen, aber auch die in kleineren Periodica erschienenen klischeehaften Annotationen.

                                    Die Abenteuer der Silvesternacht

Als Hoffmann am 1. Januar 1815 in sein Tagebuch eintrug: »... gearbeitet an der Erzählung [»Die Abenteuer der Silvesternacht«]«, war er schon ein Vierteljahr zurück in Berlin und dort in seinem juristischen Beruf tätig - wenn auch vorerst nur als unbezahlter »Mitarbeiter mit beratender Stimme« am Kammergericht, seit 1. November beim Kriminalsenat. Die Anregung zu seinem »Berliner Märchen« fand der Dichter im neuen Berliner Freundeskreis. Bereits einen Tag nach Hoffmanns Ankunft aus Leipzig (26. September 1814) hatte Eduard Hitzig zu Ehren des Verfassers der »Fantasiestücke« eine Gesellschaft arrangiert, auf der dieser mit den Vorbildern seiner späteren »Serapionsbrüder« bekannt wurde u. a .mit Adelbert von Chamisso.
Hoffmann hat indes das bei Chamisso entlehnte Motiv in durchaus eigenständiger Weise verarbeitet. In der Rahmenerzählung trifft der »reisende Enthusiast« auf der Flucht vor der mysteriös-banalen Teegesellschaft der Silvesternacht (erster Teil: »Die Geliebte«) mit Chamissos »Mann ohne Schatten« und Spikher, dem Helden ohne Spiegelbild der am Schluss folgenden Novelle, zusammen (zweiter Teil: »Die Gesellschaft im Keller«). Der dritte Teil (»Erscheinungen«) leitet zum eigentlichen Hauptstück, zur Novelle, über: er spielt in der realen Welt von Hoffmanns »altem Freund« und Quartierwirt Mathieu vom »Goldenen Adler«. Schon der erste Teil der Rahmenerzählung bringt eine verfremdende spukhafte Variante in das biographische Julia-Bild (Julie Mark), die dann in der novellistischen »Geschichte vom verlornen Spiegelbilde« in florentinischer Umgebung gespenstisch dominiert (Giuletta). In nicht mehr als sechs Tagen hat Hoffmann das Stück »mit Glück beendigt« (so ein Eintrag im Tagebuch, 6. Januar), vom 7. bis 8. Januar ins reine geschrieben und am Abend des 13. Januar im Kreise der Freunde (»Chamisso, Hitzig, Contessa bei mir«) vorgelesen. Am 14. Januar 1815 schickte er das Manuskript über den Bamberger Freund Speyer zum Druck an den Verleger Kunz, vermutlich zusammen mit einer selbst angefertigten Zeichnung von Chamissos »Grauem Mann«, dem »bösen Prinzip« aus dem »Schlemihl« (das in Hoffmanns Novelle in potenzierter Form durch den verbrecherischen und mephistophelischen Dapertutto verkörpert wird).
In der Erstausgabe der »Fantasiestücke« eröffneten »Die Abenteuer der Silvesternacht« den vierten Band, der im Frühjahr 1815 erschien. Für die Ausgabe letzter Hand (1819) hat Hoffmann den Text, der im übrigen nur geringfügig vom Erstdruck abweicht, stilistisch überarbeitet.

Clemens Brentanos nicht abgesandter Brief an Hoffmann vom Januar 1816 enthält ein schwärmerisches Bekenntnis, veranlasst durch die Lektüre des vierten Buches der »Fantasiestücke« Der Schreiber identifiziert sich darin mit dem Autor (»als hätte er es selbst geschrieben«), bei nur wenigen, durch seinen bevorstehenden Übertritt zum Katholizismus motivierten Vorbehalten: »Vieles hat mich geärgert durch Spannung, die nicht den Pfeil in den Himmel treibt, um ihn geheiligt bei der Rückkehr im Herzen aufzufangen. Auch Sie wissen nicht, was Sie tun, denn Sie wissen, welche Musik Ihr Musikfeind (mit das liebste) liebt, ja Sie scheinen einig mit ihm, er bin ich ganz ...« Und nach weiteren dithyrambischen Exkursen fährt Brentano fort: »Was Sie geschrieben, hat mich mannigfaltig gefreut, aber daß Sie es getan, ebensosehr verwundert, denn stellen Sie sich vor [bezogen auf die »Abenteuer der Silvesternacht«], ich möchte die Lichter ausputzen, meinen Schatten nicht zu sehen, die Spiegel verhängen, das Spiegelbild nicht zu erblicken; und dieser Schatten, dieses Spiegelbild von mir in Ihrem Buch hat mich darum oft geängstet, weswegen ich nicht begreifen kann, daß Sie das Ihre selbst drin sehen und zeigen mochten. ... Lieber Hoffmann, warum haben Sie den armen Spikher seine Unschuld nicht wiederfinden lassen, und zwar durch Jesum, ich möchte schier Ihr Werk ausführen, wenn die Laune drin nicht wie ein Maulwurf um die Tiefe spielte ... «

                                    Kreisleriana
1. Brief des Barons Wallborn an den Kapellmeister Kreisler,
2. Brief des Kapellmeisters Kreisler an den Baron Wallborn

Der Briefwechsel sowie die vorausgehende Einleitung sind eine Gemeinschaftsarbeit Fouqués und Hoffmanns - Frucht der persönlichen Bekanntschaft, die beide Dichter am 27. September 1814 machten. Hoffmann, der schon seit der Bamberger Zeit mit Fouqué in Verbindung stand und von ihm bereits am 14. November 1812 den Operntext der »Undine« zur Vertonung erhalten hatte, an der er fast volle drei Jahre arbeitete (bis zum 5. August 1815), war neuerlich durch Fouqués Novellistik, insbesondere durch »Ixion« (1811), stark beeindruckt worden. Beide Autoren vereinbarten eine poetische Kommunikation ihrer literarischen Helden, eine fingierte Korrespondenz zwischen dem »wahnsinnigen« Baron Wallborn alias Ixion und dem »verrückten« Kapellmeister Kreisler.
Das Briefgespräch Wallborn-Kreisler erschien zuerst (jeweils mit einem Vorwort des Verfassers vor dem Beitrag seines Helden) in der von Fouqué und dem Schriftsteller Wilhelm Neumann herausgegebenen Zeitschrift »Die Musen. Eine nordische Zeitschrift«, und zwar im »Dritten und letzten Stück« des Jahrgangs 1814.

3. Kreislers musikalisch-poetischer Klub

Hier handelt es sich wohl um eine in der zweiten Hälfte des Jahres 1814 entstandene Erzählung von der Abendgesellschaft des Kreislerschen Freundeskreises. Diese Erzählung hat als einzige nie einen Vorabdruck erlebt. In der Urfassung der Fantasiestücke in vier Bänden aus den Jahren 1814/1815 folgte hier das epische Märchen »Blandina«, das von Hoffmann selbst im Rahmen der Neubearbeitung des Jahres 1819 aus der Reihe der Erzählungen entfernt wurde.

4. Nachricht von einem gebildeten jungen Mann

Als Hoffmann am 17. November 1813 dem Verleger Kunz mitteilte, dass er einen »humoristischen Aufsatz unter der Feder« habe, »sub titulo ,Schreiben Milos, eines gebildeten Affen, an seine Freundin Pipi in Nordamerika«’, den er »höchst­wahrscheinlich der M[usikalischen] Z[eitung] entziehen und den ,Callots’ zuwenden« werde, war von diesem Stück (wie von dem im selben Brief als »fertig« angekündigten »Go!dnen Topf«) zum damaligen Zeitpunkt nur erst der Plan gefasst, aber noch keine Zeile geschrieben. »Milos, des gebild[eten] Affen, Brief mit Glück angefangen« wurde erst am 2. Januar 1814, während des Aufenthaltes in Leipzig (10. Dezember 1813 bis 24. September 1814), im Tagebuch vermerkt, aber schon am nächsten Tage erfolgte die Eintragung, dass die Arbeit daran beendet sei. Am 4. Januar schickte Hoffmann das Werk an den Redakteur Rochlitz zur Veröffentlichung in der »Allgemeinen Musikalischen Zeitung« (erschienen im :6. Jahrgang, Nr. 11 vom 16. März 1814). Die Humoreske, bei deren Niederschrift sich Hoffmann selbst »wie Milo in die wunderlichen Seitensprünge der Hops-Angloise geraten« wähnte (an Rochlitz, 16. Januar 1814), ist im Vorabdruck überschrieben: »Nachricht von einem gebildeten, jungen Mann. Aus den Papieren des Kapellmeisters Johannes Kreisler«.

5. Der Musikfeind

Der Aufsatz über die »musikalische Selbstbestimmung« entstand im Frühjahr 1814 in Leipzig. Er beginnt mit einer Jugendgeschichte Hoffmanns und schildert die »musikalische Unbeholfenheit« eines zutiefst musikalischen, aber gegenüber der dilettantischen Gebrauchsmusik von Kindheit an allergischen Menschen. Der autobiographische Eingang persifliert das hausbackene, ja barbarische Virtuosentum, wie Hoffmann es in seiner Knabenzeit in Königsberg am Beispiel der Abendkonzerte seines Onkels Otto Doerffer erlebt hatte, über deren musikalischen Wert der in sein »Sonntagsröckchen geknüpfte« kleine »Musikfeind« mit seinem Erzieher ständig geteilter Meinung war. (Theodor von Hippel, der als »Repetent und Mentor« ins Doerffersche Haus geholt worden war, berichtet darüber in seinen »Erinnerungen an Hoffmann«, 1823). Der Erstdruck dieses »Kreislerianums« erfolgte in der »Allgemeinen Musikalischen Zeitung« (16. Jahrgang, Nr. 22 vom 1 Juni 1814).

6. Über einen Ausspruch Sacchinis und über den sogenannten Effekt in der Musik

Der musiktheoretische Aufsatz, der an einen anekdotisch überlieferten Ausspruch des italienischen Komponisten Sacchini anknüpft, wurde Anfang Juni 1814 in Leipzig geschrieben und (laut Tagebuch) am 15. Juni »an Rochlitz gesendet«. Er erschien nun doch in einem Jahrgang hintereinander: Nr. 4 (16. März), Nr. 5, (1. Juni) und Nr. 6 (16. Jahrgang, Nr. 29 vom 20. Juli 1814). Am 19. Juli bat Hoffmann den Verleger Härtel um die leihweise Übersendung dieses Jahrgangs, weil er die darin enthaltenen Texte als Druckvorlage für die Bucherstausgabe der »Fantasiestücke« benötigte (Band 4 erschien Ostern 1815).

7. Johannes Kreislers Lehrbrief

Das letzte Stück aus der Reihe der »Kreisleriana« - gleichsam ein poetisches Selbstgespräch, in dem sich Hoffmann deutlich mit seiner Kapellmeisterfigur identifiziert - ist hervorgegangen aus einem für das »Morgenblatt für gebildete Stände« verfassten älteren Aufsatz: »Ahnungen aus dem Reiche der Töne«. Hoffmann hatte das Manuskript, ermutigt durch eine mündliche Aufforderung des Verlegers Cotta während einer Begegnung in Leipzig, am 11. Juni 1814 eingereicht: »Ew. Wohl­geboren gütige Aufforderung, an dem überall so geschätzten ,Morgenblatt’ mitzuarbeiten, war mir zu schmeichelhaft, um sie nicht baldigst zu erfüllen. - Die Musik ist in der Tat die einzige Kunst, übe[r] welche so selten in höherer Rücksicht gesprochen wird, welches wohl daher rührt, daß die Musiker in der Regel nicht schreiben können; Aufsätze dieser Art tragen daher das Interesse der Neuheit in sich, und ich glaube, daß in dieser Hinsicht der kleine Aufsatz, den ich für das ,Morgenblatt’ beilege, Ew. Wohlgeb[oren] nicht unwillkommen sein wird...« Obwohl der Redakteur des Blattes, Friedrich Haug, dem Dichter schon am 15. Juli 1814 bestätigt hatte: »Ihr Aufsatz wird erscheinen. Auch sollen uns andre Beiträge von Zeit zu Zeit angenehm sein ...«, verzögerte sich der Druck aber dann doch bis zum Februar 1816.
Die Umarbeitung und Erweiterung des Aufsatzes zum »Lehrbrief« Kreislers nahm Hoffmann zwischen dem 1. und 26. Februar 1815 in Berlin vor. Dabei diente ihm die Einführung der Geschichte des Chrysostomus, einer Parabel, zur Verdeutlichung des Kreisler-Hoffmannschen Selbstauftrages, wahre Meisterschaft in der Musik anzustreben. Am 28. Februar 1815 schrieb Hoffmann in sein Tagebuch: »Vormittags Brief mit Manuskript an Kunz«, und im Brief an den Bamberger Verleger vom 24. Mai 1815 äußerte er die Hoffnung, dass »die musikalische Welt mit Kreislers Lehrbrief zufrieden sein« würde.