Peter Zirbes

Prosa und Poesie.
Eine Auswahl seiner Gedichte

zum
Hörbuch


Jewel-Box mit 2 CD und 32seitigem Beiheft
zum Preis von € 15,50

Adam Wrede schrieb 1960 in seiner Eifeler Volkskunde: »ln dem wandernden Steinguthändler Peter Zirbes aus Niederkail besitzt das Eifelvolk einen Dichter, wenn er auch nicht ein großer bahnbrechender Schöpfer war, aber dennoch durch tiefempfundene Gedichte beachtenswert ist.«
Hans Erben merkt an: »Zirbes war kein Poet von epocheschaffender Bedeutung. Will man Zirbes gerecht werden, so seien eine Würdigung, eine Deutung und eine Wertung versucht. Eine bloß formale Vollendung des Dichtwerkes befriedigt die Bedürfnisse nicht. Ebenso unzulänglich wäre eine rein inhaltliche Betrachtung, die nur nach dem Stoff und der Wertgrundhaltung fragt. Geltung und Wert der Dichtung eines Peter Zirbes ergeben sich aus dem Stoff und den Formelementen, denen er in seinem Lebensräume eines wandernden Steinguthändlers teilhaftig wurde, - tatsächlich oder in möglichen Begegnungen, als Kind des Volkes, im Volksleben und in der Fremde erwachsen und erzogen. - Jeder nimmt nur das wahr, wofür er einen Sinn besitzt, der Entstehungsprozess einer Dichtung vermag uns Aufschluss über ihr Wesen zu geben. So müssen die Dichtungen aus sich selbst verstanden werden. Der Formtrieb in sei­nem Blut gründete im natürlichen Leben der Familie. Wird dieses erschwert und durch äußere Spannungen im wirtschaft­lichen Dasein gefährdet, so erleidet er Erschütterungen, weil Anstoß und Bewegung von ihm ausgehen in der täglichen Berührung mit der Natur, im Erleben von Tag und Nacht unter dem gesternten Himmel, im Lauf und Wechsel der Jahres­zeiten, im Auf und Ab des beruflichen Lebens, in der Liebe und in dem Abschied und in der Wiederkehr. So war Zirbes gezwungen, die Darstellung der Welt mit ihren zerstörenden Kräften, mit all ihrer Enttäuschung, Enge, Armut, Not, Verzweiflung und Existenznot zu verbinden, aber auch mit dem Glauben, mit der Liebe, dem Naturerlebnis und allem Schönen.«
{Hans Erben: »Das Werk des Peter Zirbes im Strom der Zeit« aus dem Buch: »Peter Zirbes. Eifeldichter und wandernder Steinguthändler aus Niederkail. Auswahl seiner Gedichte und Sagen.«, Hg.: Verbandsgemeinde Wittlich-Land 1976, 6. Auflage, Seite 70 f.}

Der Gedanke, eine solche Produktion in die Wege zu leiten, läßt sich nur aus der Sentimentalität herleiten, die dieser Dichter in seinem Gedicht »Erinnerung an die Hei­mat« (CD 1/ No. 5) schildert. Es ist ja nicht unbedingt das Heimweh, das dem Text zugrunde liegt, es ist ein seliges und süßes Angedenken. In diesem Ange­denken und dem Bewusstsein, die durch Geburt angestammte Eifeler Mundart aus Salm im Kreis Daun auch in der Ferne immer noch zu bewahren, habe ich mich »mit frischen Mut« an das Werk gemacht.
Begeisterte Mitstreiter fand ich in den Mitgliedern des »Peter-Zirbes-Kulturkreises« aus Landscheid-Niederkail.
Unter Vermittlung von Herrn Oskar Lautwein, eben auch in der Heimatgemeinde des Dichters Niederkail ansässig, kamen nach Vorstellung des vorläufigen Hörbuchs die Aufnahmen zustande, in denen Bürger aus Niederkail und Umgebung die Mundartgedichte ihres Dichters im »Niederkeeler Platt« zum Vortrag bringen.
Es sei darauf hingewiesen, dass gerade diese Mundartgedichte den hohen Grad dichterischen Könnens des Eifeldichters aufzeigen. Sie sind voller Humor, voller Anspielungen, andererseits geradlinig kon­zipiert und vom Reim und Vers her als Meisterstücke zu bezeichnen, die keinen Vergleich mit deutschen Dichtern dieser Zeit scheuen müssen. - Welch ein Unterschied zu Teilen mancher anderer hier ebenfallsaufgenommener Werke.
Die Aufnahmen mit Mitgliedern des Peter-Zirbes-Kulturkreises sind gekennzeichnet in den Inhaltsverzeichnissen der Einzel-CD’s auf den Seiten 29 - 31 durch Benennung der vortragenden Person. Die Aufnahmen dieser Gedichte wurden von Spang Tontechnik, Auf Fallert 4, 54523 Hetzerath vorgenommen.
Auf den Seiten 16 - 28 des Beihefts finden Sie die Übertragungen der Mundartgedichte in das Hochdeutsch anstatt wie sonst üblich eine Erläuterung der einzelnen Worte in Fußnotenform. Es wurde der Versuch unternommen, weitgehend die Reimform zu erhalten sowie das ursprüngliche Versmaß.

Compact-Disk 1

Compact-Disk 2

 

79:17

69:36

        Persönliches
  1    An den Leser
  2    Rat des Großvaters an seinen Enkel {S. 16}
  3    Aus meiner Kindheit Tagen
  4    Jugenderinnerung
  5    Erinnerung an die Heimat 
  6    Das Forsthaus
  7    Unter’m Fenster
  8    Verborgner Liebe Blick
  9    Das Hexlein
10    Hoffnungslose Liebe
11    Von ihr getrennt
12    Das Röslein
13    Begegnung
14    Zwái Réisjer amm Gòarden {S. 16}
15    Einst sang ich von andern
16    Gruuß Fraaîd {S. 17} Walter Feltes
17    An Verlägenheet {S. 17} Oskar Lautwein
18    Abschied
19    Trost
20    Woher?
21    Gott unser Vater
22    Und mag mich auch die Welt
23    Aus dem Leben
24    Letzter Wunsch
25    Nachruf
26    Am Karfreitag 1871
        (Am Grabe meiner Eltern)
27    Am 2. Mai 1858
28    Am Abend

        Dichter und Steinguthändler
29    Das Dichten
30    Prosa und Poesie
31    Phantasie und Poesie
32    Dichterlos
33    Bei der zweiten Auflage meiner Gedichte
       (2.1.1865)
34    Su ass ett {S. 17} Walter Feltes
35    Mein Lied
36    Gedankenfreiheit
37    Der Handelsbub aus Niederkail
38    Der Dichter als Krämer
39    Der wandernde Steinguthändler
40    Dialog {S. 18} Melitta Lautwein und Walter Feltes
41    Das Sortiment
42    Dank an Meisenheim an der Glan {S. 18}
43    E Gruß an de Palz {S. 18}

        Durch das Jahr
44    Gefährliche Zeit {S. 19}
45    Éráus náu, dier Jungen {S. 19/20}
                Oskar Lautwein
46    Der Frühling
47    Frühlingsruf
48    An einem Frühlingsabend
49    Widmung
50    Die Lerche
51    Der Frühlingsmorgen im Freien
52    Opp Uusterdaach {S. 20} Walter Feltes
53    Dé Guggug séngt {S. 20} Walter Feltes
54    Im Walde
55    Maiabend
56    Ausflug
57    Das Blümlein auf der Heide
58    Herbstgedanke
59    Winter
60    Helle Winternacht
61    Christtagmorgen
62    Am Christtag 1860
63    Opp Kréssdaach Mórjen (lang) {S. 20}
            Oskar Lautwein
64    Opp Kréssdaach Mórjen (kurz) {S. 21}
            Walter Feltes
65    Der Trunkenbold in der Christnacht
66    Die Spieler in der Christnacht
67    Januar
68    Frühlingsahnen


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        Das Tagwerk
  1    Morgenglöcklein
  2    Der Morgen im Tal
  3    Morgenausflug
  4    Étt Gääld {S. 21} Oskar Lautwein
  5    Gétéischt {S. 22} Walter Feltes
  6    Dé Bòòzémaan {S. 22} Walter Feltes
  7    Dé Mòònd {S. 23} Oskar Lautwein

        Aus alten Sagen und Mären
  8    Viel Lärm um Nichts
  9    Auf Burscheider Mauer
10    Eberhardsklausen und der Teufelsstein
11    Entstehung des Weinfelder Maares
12    Die Brucher Fehde
13    Der Schäfer am Pulvermaar
14    Der gelbe Sand im Kochtopf
15    Sage vom Burgkopf und dem Scherbenberg
16    Dé Schpóók ánn der Déisterkàul {S. 23/24}
17    Spinners Kreuz
18    Frauwirtelstein
19    Fintenkapelle
20    Traurige Heimkehr der lustigen Hexe
21    Schloss Dodenburg
22    Der Schlossgarten zu Dodenburg
23    Am Jungfernkreuz zu Seinsfeld
24    Springwurzel
25    Die Spieler zu Vianden
26    Dé Verbannéng fann de Nòògdegälcher
                Walter Feltes {S. 24}
27    Dréi Wénsch {S. 25/26} Oskar Lautwein
28    Dén dómmen Déiwel {S. 26} Oskar Lautwein
29    Gient dén Schdróóm {S. 28} Oskar Lautwein

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